Es ist wahrhaftig ein Meilenstein in der deutschen Ingenieursgeschichte: citywave, ein Unternehmen aus München, baut derzeit die größte stehende Welle der Welt – mitten im Herzen des Surferparadieses Hawaii. Die citywave Hawaii wird am 25. März offiziell eröffnet.
Während künstliche Surfwellen in urbanen Räumen bereits an Popularität gewonnen haben und sowohl Anfängern als auch Profis perfekte Trainingsbedingungen fernab des Ozeans bieten, setzt die von dem Münchner Unternehmen Action Team Veranstaltungs GmbH entwickelte Welle völlig neue Maßstäbe. Die Welle wird über 30 Meter lang sein und über drei unterschiedliche Bereiche verfügen. Es ist das größte Projekt, das das bayerische Unternehmen jemals umgesetzt hat.
Ein japanischer Immobilieninvestor finanziert das Projekt mit einer Investition im dreistelligen Millionenbereich. In der ersten Bauphase am Ewa Beach, nahe Honolulu auf der Insel Oahu, wurde die 30 Meter lange citywave gemeinsam mit Bars und Restaurants fertiggestellt. In der Lagune vor der citywave werden außerdem hawaiianische Auslegerboote, Stand-up-Paddling und weitere Wassersportarten angeboten.
Das Gesamtprojekt mit dem Namen „WaiKai“ soll künftig um Hotels, Einzelhandelsflächen und Wohnimmobilien erweitert werden, darunter 30 bereits verkaufte Einfamilienhäuser. Das Gesamtkonzept dreht sich rund um die Surfkultur Hawaiis. Entlang einer 2 Kilometer langen Promenade erfahren Besucher mehr über die Geschichte des Surfens und seine Ursprünge. Ein besonderer Schwerpunkt des Projekts liegt darauf, das polynesische Erbe Hawaiis und seiner Surfer zu bewahren und zu würdigen.
citywave bildet das Herzstück dieses ambitionierten Projekts, das Einheimischen und Touristen vielfältige Freizeitmöglichkeiten bieten und gleichzeitig das Surfen sicherer machen soll. Die Surfbedingungen auf Hawaii stellen unerfahrene Surfer häufig vor große Herausforderungen. Durch die einzigartige Lage der Inseln, weit entfernt von jedem Festland, legen die Wellen Tausende Kilometer über den Pazifik zurück, bevor sie an Hawaiis Küsten brechen – und dort hohe, kraftvolle Wasserwände entstehen lassen. Genau das macht Hawaii zwar zu einem Paradies für Surfer, erfordert aber zugleich beträchtliches Können und Erfahrung.
Die stehende Welle ermöglicht es Surftouristen, wichtige Praxiserfahrung zu sammeln, bevor sie sich in den Ozean wagen. Darüber hinaus sind selbst professionelle Surfer je nach Jahreszeit mit wechselhaften Bedingungen im Meer konfrontiert. Im Sommer können die Wellen oft zu klein oder unbeständig sein, während die citywave das ganze Jahr über konstante und individuell einstellbare Surfbedingungen bietet.
„Wenn man zum ersten Mal davon hört, klingt es zugegebenermaßen ein wenig unglaublich“, sagt CEO und Ingenieur Rainer Klimaschewski. „Ein deutsches Unternehmen bringt eine Welle an den Geburtsort des Surfens nach Hawaii – das ist wirklich eine besondere Ehre.“
So abwegig ist die Idee jedoch nicht. Die Welle ist auch dafür konzipiert, professionellen Surfern zu ermöglichen, Tricks zu perfektionieren und neue Moves unter konstanten Bedingungen zu trainieren, bevor sie diese im Ozean ausprobieren.
